Areal Sängerhalle in Oberbrüden

admin | Malte Rückert Vogelperspektive

In Oberbrüden soll nach Abriss der Sängerhalle ein neues Quartier entstehen, so der Wunsch des Gemeinderats. Der Gemeinderat der Gemeinde Auenwald hat März 2018 Malte Rückert mit einer Planung hierfür beauftragt. Es haben bisher vier nichtöffentliche Präsentationen vor dem Gemeinderat in anderthalb Jahren stattgefunden, zwei zu Voruntersuchungen zum Alten Schulhaus und zwei zum Areal mit städtebaulichen, historischen und planungsrechtlichen Themen. September 2019 fand eine öffentliche Präsentation statt.

Bei den Untersuchungen zum Areal wurden bauliche Konzepte in mehreren Varianten vorgestellt, diese auf drei, und dann zuletzt auf zwei reduziert.

In Areal sind zehn Gebäude geplant.
In Anlehnung an dort früher stehende Scheunen, sollen diese an Scheunen erinnern und dadurch dem Quartier einen Charakter verleihen, den eines Scheunenviertels.

Die Gebäude sind größtenteils als Hybridgebäude aus einem Stahlbetontragwerk mit Holzfassaden geplant.

Alle Gebäude sind als Energiesparhäuser, teilweise auch als Passivhäuser geplant.

admin | Malte Rückert Übersicht

Nutzungen für die geplanten Bauten wurden aus Vorschlägen der Gemeinde, vom Stadtplanungsbüro die Steg, Anwohnern und Bürgerschaft aufgenommen.

Betreutes Wohnen und eine Pflegeeinrichtung waren Ergebnisse eines Workshops zur Dorfkernsanierung der Steg.
Ein Wunsch nach einer Tagespflegeeinrichtung kam direkt vom Bürgermeisters Karl Ostfalk persönlich.
Jedoch sollen auch bestehende Nutzungen wie eine Jugendeinrichtung, ein Zerrwirkraum der Jäger oder ein Biergarten erhalten oder neu gebaut werden. Entworfen wurde in enger Anlehnung an die Nutzungsanalysen der Steg, jedoch dichter, aber nie höher als Bestandsgebäude im Areal.

Es soll eine Paketstation geben, einen Geldautomaten und einen Informationsaushang der Gemeinde. Sogar ein Backhaus enthält der Entwurf, auch Räume wo ein Metzger sich einmieten könne, eventuell einen Car-Sharing-Platz und sehr wahrscheinlich eine Elektrotankstelle.
Im Kern des Areals kann vielleicht ein Nachbarschaftshaus entstehen.

Ein Versammlungsraum für 200 Personen wurde als Vorgabe der Gemeinde gewünscht.

Es wurden, im Laufe der Planungsphasen auch Gespräche mit Anwohnern und im Areal ansässigen Vereinen geführt.

Bei Recherchen gab es reges Interesse und Zuarbeit vom Heimat- und Kunstverein der Stadt Backnang, aber auch von Privatpersonen, Berufskollegen und Mitarbeitern der Kreis-, VVG-, Stadtplanungs- und Bauverwaltung.

Zu einer Visionsplanung gehört viel Träumerei und Improvisation- manchmal ist nicht ganz klar, wo ein Gebäude stehen soll, oder welche Nutzung es hat.

Dass das Areal Veränderung nötig hat, wird beim Betrachten der Infrastruktur dort klar. Telefonkabel sind dort noch aus Kupfer – High-Speed-Internet sieht anders auch.
Das Areal ist noch nicht mit Strom erschlossen.

Auch sind Bestandswasserleitungen im Areal gebrochen und unterdimensioniert. Ein Ableitungskanal für Schlagregenwasser der Pfarrwiesen hat keinen Notüberlauf.

Die Stadtwerke Backnang haben jedenfalls bereits geholfen, eine Versorgung des Areals mit Ferngas zu prüfen.

Leider ist eine Realisierung des Projekts vom Neubau eines Regenwasserrückhaltebeckens Richtung Utzenhof abhängig- noch ist hier Überschwemmungsgebiet.
Doch selbst wenn diese Rückhaltebecken gebaut ist, leiten Erdaufschüttung entlang der benachbarten Pfarrwiesen deren Hochwasser danach weiterhin ins Areal. Deswegen müssen am Rand der Pfarrwiesen und im Areal Regenwasserrückhaltungen, wie Überschwemmungsbarrieren, ein Ableitungskanal und ein Tiefplatz als Wasserspeicher, oder vielleicht ein Rückstaukanal, Abhilfe schaffen. Energiegewinnung kann im Kanal eines angrenzenden Baches geschehen.

Auf Wunsch des Bürgermeisteramts von Dezember 2020 ruht das Projekt auf unbestimmte Zeit- eine Beauftragung besteht weiterhin.