Hochhauseingang in Backnang

In Backnang steht ein Hochhaus aus den 70er Jahren. Da ein Eingang damals zu klein geraten ist, wünscht sich der Wohnungseigentümergemeinschaftsbeirat nun ein Konzept für einen neuen Zugang.

Bei 49 Wohneinheiten auf fünfzehn Geschossen, verbunden über zwei Aufzüge und nur einem Treppenhaus, samt einer angegliederten Tiefgarage mit 50 Einzelgaragen ist der Eingang der Hauptzugang und Hauptfluchtweg für einen Großteil der Bewohner. Die Bauherrschaft wurde auf die bei einer Sanierung an einem Sonderbau der Gebäudeklasse V gültigen Planungs- und Kontrollvorschriften hingewiesen.
Wunsch des Beirats ist, Größe, Gemütlichkeit und Sicherheit beim Betreten des Haupteingangs zu vermitteln. Auch soll hier eine neue Klingelanlage und eine Paketstation für die Bewohner geplant werden. Da der jetzige Weg zum Eingang über einen im Brandfall nicht in allen Aspekten des Brandschutzes enstspechenden Flur führt, wird eine parallele Sanierung und Modernisierung eines rückwärtigen Fluchtausgangs vorgeschlagen.
Beide Ausgänge werden barrierefrei ausgeführt.

Das Hochhaus befindet sich bis auf Verglasungen nahezu vollständig im Urzustand der 70er Jahre. Deswegen sind Gesetzesverschärfungen hinsichtlich Brandschutz, Barrierefreiheit und energetischer Gestaltung den Besitzern erst einmal ins Bewußtsein zu holen. Hinzu kommt, dass das Hochhaus im Bestand mit einer Hartplatten-Fassade versehen ist, bei der Schadstoffe vermutet werden. Da für Arbeiten an asbestbelasteten Materialien -wie einer hier am Hochhaus verbauten Art von Fassade- Einhausungen bei den Arbeiten Pflicht sind, diese Einhausungen aber im Hauptfluchtweg eines im Betrieb befindlichen Hochhauses liegen, wurde eine korrekte Vorbereitung der Planung bereits im Vorentwurf wichtig.